Jahresrückblick 2025

»Kommunikation ist, wenn beim anderen ankommt, was man selbst gemeint hat.«

Loriot

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschäftspartnerinnen und -partner,

 

das Jahr 2025 war ein Jahr voller Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolge – weltweit, in Deutschland, aber auch bei TUTTAHS & MEYER. Während über die globalen und nationalen Ereignisse in verschiedensten Jahresrückblicken in Bild, Ton und Schrift bereits ausreichend berichtet wurde, wollen wir einen Blick auf das vergangene Jahr bei TUTTAHS & MEYER werfen.

Das vergangene Jahr war bei uns – wie bei vielen von Euch und Ihnen auch – von zentralen Zukunftsthemen geprägt, die nicht zuletzt auch unsere Branche nachhaltig verändern. Themen wie die fortschreitende Implementierung von Building Information Modeling (BIM), der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Planungs- und Arbeitsprozessen sowie die neuen Anforderungen aus der Kommunalabwasserrichtlinie haben uns intensiv beschäftigt – und inspiriert.

Wir verstehen diese Entwicklungen nicht nur als Herausforderungen, sondern vor allem als Möglichkeiten, unsere Prozesse weiter zu optimieren, unsere fachliche Qualität auszubauen und unsere Auftraggeber:innen auch weiterhin mit zukunftsfähigen, nachhaltigen Lösungen zu begleiten. Dementsprechend setzen wir uns laufend mit diesen und anderen neu aufkommenden Themen auseinander und schaffen die notwendigen Grundlagen für die kommenden Jahre. Eine große Stärke liegt hier in unserem aquacor-Verbund, da wir in diesem von unseren Partnern lernen und mit ihnen gemeinsam Lösungen ausarbeiten können. Damit sehen wir uns gut aufgestellt, um die kommenden Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Das Jahr 2025 spiegelte sich für TUTTAHS & MEYER und unsere Mitarbeitenden insbesondere in der Vielfalt und Komplexität unserer Projektarbeit wider. Exemplarisch zeigten sich die fachlichen, organisatorischen und technischen Herausforderungen unserer täglichen Arbeit insbesondere an verschiedenen anspruchsvollen Groß- und Schlüsselprojekten.

In der Abwasserbehandlung standen 2025 die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung bestehender Anlagen sowie das Arbeiten im laufenden Betrieb im Mittelpunkt. Damit verbunden waren hohe Anforderungen an Betriebssicherheit sowie an eine verlässliche Termin- und Kostensteuerung.

Thematisch zeigen sich diese Schwerpunkte beispielhaft in Projekten wie der Erweiterung der biologischen Stufe um ein Doppelstockbecken und dem Neubau der mechanischen Stufe auf dem Klärwerk Rosental, der Sanierung und Modernisierung der Schlammentwässerung auf dem Klärwerk Düsseldorf-Süd, der Sanierung und Modernisierung der Schwachlastbiologie auf dem Großklärwerk Stammheim sowie der Sanierung und Modernisierung der Sandfänge auf der Kläranlage Bottrop. Weitere Beispiele sind der Neubau der mechanischen Reinigungsstufe auf dem Klärwerk II Gut-Marienhof, die Sanierung und Modernisierung der Nachklärbecken auf der Kläranlage Borken, die Sanierung und Modernisierung der Belebungsanlage auf der Chemiepark-Kläranlage Uerdingen sowie umfangreiche Maßnahmen im Anlagenbestand auf den Kläranlagen Burgsteinfurt, Borghorst-Nord und Borghorst-Süd.

Ein weiterer zentraler fachlicher Schwerpunkt im vergangenen Jahr waren weitergehende Reinigungsstufen mit dem Fokus auf die Spurenstoffelimination als wesentlichem Beitrag zum Gewässerschutz. Exemplarisch standen hier Projekte wie die Sanierung und Modernisierung der mechanischen und biologischen Stufe sowie der Neubau einer Granulataktivkohle-Filtration auf der Hauptkläranlage Münster-Nord, der Beginn des Neubaus einer Pulveraktivkohledosierung mit Sandfiltration auf der Kläranlage Steinhagen, der Neubau einer vierten Reinigungsstufe in Verbindung mit der Sanierung und Modernisierung der Mehrschichtfiltration in Dortmund-Scharnhorst, die laufende Planung einer Flockungsfiltration auf dem Klärwerk Schönerlinde sowie das Genehmigungsverfahren für eine Flockungsfiltration auf dem Klärwerk Wansdorf im Mittelpunkt.

Mit diesen und weiteren Projekten leisten wir gemeinsam mit Euch und Ihnen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität und zum nachhaltigen Schutz unserer Gewässer, insbesondere im Hinblick auf zukünftige gesetzliche Anforderungen.

Im Bereich der Abwasserableitung lag im vergangenen Jahr ein besonderer Fokus auf der Kanalsanierung und der Instandhaltung bestehender Netze zur Sicherung der Betriebssicherheit und zur Reduktion von Fremdwasser. Ergänzt wurde dies durch die Anpassung an steigende hydraulische Anforderungen sowie durch die Planung und Errichtung von Pumpwerken zur technischen Zentralisierung der Abwasserbehandlung. Beispielprojekte sind hier die Pumpwerke und Druckrohrleitungen zur Abwasserüberleitung zwischen Anrath und Viersen sowie zwischen Miel und Flerzheim.

Auch Projekte der infrastrukturellen Gebietsentwicklung prägten unser Jahr 2025. Ein besonderes Beispiel ist das Schumacher Quartier auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin Tegel, das als moderne Schwammstadt entwickelt wird. Hier werden durch innovative Konzepte der Regenwasserbewirtschaftung – etwa Verdunstungsbeete – neue Wege im Umgang mit Starkregen, Verdunstung und Flächennutzung beschritten. Darüber hinaus setzten wir unsere Erschließungsplanungen fort und betrachteten den Straßenkörper sowie die Strukturen der Abwasserableitung konsequent gesamtheitlich, um Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit frühzeitig zusammenzuführen. Diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgten wir auch bei der Planung der Gebietsentwicklungen in Zülpich, Wegberg und Eschweiler.

Vor dem Hintergrund zunehmender Klimadynamiken unterstützten wir Kommunen zudem beim Umgang mit steigenden Anforderungen in der Wasserbilanz, im Überflutungsschutz sowie in der wasserwirtschaftlichen Resilienz – von der Datenbasis über die Modellierung bis hin zur strategischen Maßnahmenplanung –, um Systeme robust, anpassungsfähig und zukunftssicher zu gestalten. So haben wir Generalentwässerungspläne für Anstel und Meckenheim unter Einsatz des innovativen QGIS-Plugins QKAN entwickelt. Zusätzlich haben wir Abwasserbeseitigungskonzepte für Simmerath und Jülich erstellt und für verschiedene Einzugsgebiete Schmutzfrachtbetrachtungen durchgeführt. Mithilfe eines 2-dimensionalen Berechnungsansatzes haben wir in Jülich, Stolberg, Rommerskirchen und Eschweiler Überflutungsrisiken durch urbane  Sturzfluten analysiert.

Auch den Bereich der Straßen- und Verkehrsplanung haben wir weiter ausgebaut. So wurden unter anderem sämtliche Verkehrsanlagen im Gebiet AVANTIS erneuert und in die übergeordnete Infrastrukturplanung integriert.

Im Bereich Energie waren wir 2025 in zukunftsweisende Projekte eingebunden. Auf der Kläranlage Bottrop begleiten wir im Rahmen des aquacor-Verbunds das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben EBO(2)t, das sich mit der Produktion elektrolysebasierter Methanolkraftstoffe sowie der wasserwirtschaftlichen Nutzung von Sauerstoff befasst. Das Vorhaben verdeutlicht, welches Potenzial in der Verknüpfung von Wasserwirtschaft, Energieerzeugung und Forschung liegt – und welche Rolle Kläranlagen künftig als multifunktionale Infrastrukturen übernehmen können. Darüber hinaus begleiteten wir auf verschiedenen Kläranlagen, unter anderem in Münster, Leipzig oder Coesfeld, die Umsetzung von Energieoptimierungsmaßnahmen. Besonders die Erneuerung von Belüftungssystemen, die zu den größten Energieverbraucher kommunaler Kläranlagen zählen, stellte hier einen Schwerpunkt dar.

Das Themenfeld Trinkwasser umfasste den Neubau und die Erweiterung von Anlagen, die Sanierung von Leitungen und Behältern sowie die Arbeit unter anspruchsvollen hydrologischen Rahmenbedingungen zur langfristigen Versorgungssicherheit. Beispielhaft wurden der Trinkwasserbehälter Eichholz um zwei weitere Kammern erweitert, die Druckrohrleitungen im Trinkwasserversorgungsnetz im Baerler Busch saniert und für die Stadt Greven ein neuer Trinkwasserbehälter im Überschwemmungsgebiet errichtet.

Die ausgewählten Beispiele stehen stellvertretend für die Vielzahl an Projekten, die wir auch im Jahr 2025 erfolgreich bearbeitet haben, und verdeutlichen die fachliche Breite, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Engagement unseres gesamten Teams.

Viele von Euch und Ihnen werden mitbekommen haben, dass es nicht nur spannende Entwicklungen in unserem Projektgeschehen gegeben hat, sondern wir uns auch an anderen Stellen mit Neuerungen beschäftigt haben.

So konnte Ende Januar letzten Jahres unsere neue Webseite online gehen, auf der auch dieser Jahresrückblick zu lesen ist. Getreu dem Motto „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ haben wir uns hier professionelle Unterstützung eingeholt. Gemeinsam haben wir rund 9 Monate gebrainstormt, Inhalte produziert, entworfen und entwickelt. Da unsere Mitarbeitenden für uns das höchste Gut sind, wollten wir diese auch auf unserer Webseite darstellen. Dafür haben wir wunderbare Fotos von und mit unseren Mitarbeitenden erstellen lassen. Vielen Dank für diese – andauernde – Zusammenarbeit! Nach dieser ganzen Zeit und Arbeit waren wir dann natürlich umso glücklicher, dass das Ergebnis nicht nur von unseren Mitarbeitenden, sondern auch von Euch und Ihnen durchweg positives Feedback bekommen hat.

Passend zu diesem neuen Auftritt haben wir uns auch an ein sehr heikles Thema gewagt – unser Corporate Design. Nachdem wir mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert unter dem altbekannten Logo bekannt waren, haben wir uns im Juni für einen drastischen Umbruch entschieden. Auch hier haben wir uns wieder professionelle Unterstützung gesucht, die mit uns verschiedene Entwürfe ausgearbeitet, die ein oder andere Iterationsschleife mit uns gedreht und uns schlussendlich ein schönes, modernes Logo entworfen hat. Wir danken ihr noch mal herzlich für diese intensive Zusammenarbeit und das großartige Ergebnis!

Im Juli gab es einen Umbruch in unserer Geschäftsführung. Nach 17 Jahren in der Geschäftsführung und 32 Jahren in unserem Unternehmen haben sich die Wege von uns und Stefan Koenen getrennt. Wir möchten an dieser Stelle seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste für TUTTAHS & MEYER würdigen und ihm für die vielen Beiträge zur Entwicklung unseres Unternehmens danken.

Schon seitdem TUTTAHS & MEYER vor inzwischen über 77 Jahren gegründet wurde, haben wir das Bestreben, unsere Führungs- und Leitungsebene aus den eigenen Reihen zu besetzen und unsere jungen Mitarbeitenden so zu fördern, dass sie verantwortungsvolle Positionen übernehmen können und wollen. So haben wir neben unserem Geschäftsführer Dirk Hecker unsere langjährigen Prokuristen Jörg Alda und Norbert Biebersdorf in die Geschäftsführung berufen.
Unser bestehendes Leitungsteam wurde durch Arthur Napierala als Prokurist und Maurin Römer als Handlungsbevollmächtigter verstärkt, um gemeinsam die Bereiche der Abwasserableitung und der infrastrukturellen Gebietsentwicklung zu lenken. Außerdem wurde Nadine Ronig, seit über 25 Jahren fester Bestandteil unseres Teams, zur kaufmännischen Prokuristin berufen.

Um uns auch weiterhin zukunftssicher aufzustellen, haben wir zum eben erst erfolgten Jahreswechsel einen weiteren Schritt zur nächsten Führungs- und Leitungsgeneration gemacht. Das Leitungsteam wird durch Philip Bonk als Prokuristen ergänzt, die Geschäftsführung wird durch Wolfram Schröder erweitert. Gleichzeitig zieht sich Dietmar Loch aus dem Leitungsteam zurück, bleibt uns aber glücklicherweise in einer Beraterrolle erhalten, um sein Wissen und seinen wertvollen Erfahrungsschatz mit unseren jüngeren Mitarbeitenden zu teilen und seine Herzensprojekte, insbesondere in Berlin, weiter begleiten zu können.

Auch dieses Jahr haben unsere Mitarbeitende ihr Engagement und ihre Begeisterung für die Themen unserer Branche gezeigt, indem Messen und Fachtagungen besucht, Vorträge gehalten, Netzwerktreffen besucht und in Gremien der wichtigen Fachverbände mitgearbeitet wurde. Es wurden Fortbildungen abgeschlossen und Zertifikate erworben. Wir sind sehr stolz, dass unsere Mitarbeitenden all diese Möglichkeiten so rege nutzen und danken jeder und jedem Einzelnen für den gezeigten Einsatz!

Wie schon seit vielen Jahren, haben wir auch dieses Jahr wieder unsere Sozialpartner – den St. Vinzenz e. V. in Bochum sowie die Lebenshilfe Aachen – gerne unterstützt. Außerdem haben auch dieses Jahr unsere Auszubildenden wieder einmal ihre Weihnachtsspendenaktion durchgeführt und dem Verein BOCHUM HILFT e. V. neun Weihnachtspakete zusammenstellen können, um Menschen in Not Wärme und Freude zu schenken.

 

Im Laufe des Jahres fanden immer wieder größere und kleinere Aktivitäten neben dem Arbeitsalltag statt – seien es die Teilnahme an Firmenläufen, gemeinsame Kirmes- oder Weihnachtsmarktbesuche oder entspannte Get-Togethers am Freitagnachmittag. Durch die großen Entfernungen zwischen unseren Standorten, fanden diese oft in kleinerem Rahmen statt. Um das Jahr jedoch gemeinsam ausklingen zu lassen, haben wir im November eine Tradition wiederaufleben lassen und eine standortübergreifende Weihnachtsfeier ausgerichtet. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an das fleißige Organisationskomitee aus Bochum! In wunderbar rustikalem Ambiente haben wir die Teilnehmenden unseres Fotowettbewerbs geehrt (deren Fotos wie jedes Jahr in unserem Tischkalender zu finden sind), haben sehr lecker und gut gegessen und gemeinsam das ein oder andere Getränk zu uns genommen.

 

Last but not least möchten wir Ihnen, liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, herzlich danken. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, der fachliche Austausch, gemeinsam gemeisterte Herausforderungen und die vielen gemeinsamen Projekte haben dieses Jahr geprägt. Wir freuen uns darauf, diesen erfolgreichen Weg auch 2026 gemeinsam weiterzugehen und die Zukunft unserer Branche mitzugestalten.

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