Überwachung der Gesamtbaumaßnahme des Klärwerks Waßmannsdorf

Die Berliner Wasserbetriebe erweitern das Klärwerk Waßmannsdorf (zukünftig 2,1 Mio. Einwohnerwerte und 230.000 m³/d) in zwei Ausbaustufen. Die erste Ausbaustufe umfasst den Neubau eines Mischwasserspeichers (Objekt 1; 71.000 m³ umbauter Raum), die Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe um zwei zusätzliche Linien (Objekt 2; 125.000 m³ umbauter Raum) und den Neubau einer Prozesswasserbehandlung (Objekt 3; 29.000 m³ umbauter Raum) Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Schlammbehandlung verfahrenstechnisch umgestellt und maschinentechnisch und baulich erweitert (Objekt 4). Eine der biologischen Reinigungsstufe nachgeschaltete Flockungsfiltration (Objekt 5; 83.000 m³ umbauter Raum) wird als zweite Ausbaustufe für den Gesamtzulauf des Klärwerkes ab 2020 errichtet. Das Gesamtvolumen der zu errichtenden Baukörper beträgt über 313.000 m³ was 2.200 über- und nebeneinander gestapelten dreiachsigen Doppeldeckerbussen der Berliner Verkehrsbetriebe entsprechen würde. Die Nettobaukosten der Objekte 1 bis 5 liegen bei rund 190 Mio. .

Mit der Überwachung der Gesamtbaumaßnahme Bauoberleitung, örtliche Bauüberwachung und der Objektüberwachung einschließlich der Dokumentation, Inbetriebnahme und des Probebetriebes mit verfahrenstechnischem Nachweis wurde die Arbeitsgemeinschaft ATS GÜ beauftragt. Das bis zu 20-köpfige Bauüberwachungsteam setzt sich aus den Partnern der beteiligten Ingenieurgesellschaften ARCADIS, TUTTAHS & MEYER, Regierungsbaumeister SCHLEGEL, Holinger Ingenieure und john becker ingenieure zusammen.

Die Arbeiten haben mit dem Mischwasserspeicher (Objekt 1) im Frühjahr 2017 begonnen wurden bautechnisch im Herbst 2018 weitestgehend beendet. Die Anlagentechnik sowie letzte Restarbeiten der technischen Gebäudeausrüstung und EMSR-Technik befinden sich derzeitig in der Schlussphase. Im April 2018 haben die Rohbauarbeiten an der biologischen Reinigungsstufe und der Prozesswasserbehandlung (Objekt 2 und 3) begonnen. Die technische Ausrüstung dieser Objekte 2 und 3 beginnt im Herbst 2019. Die Inbetriebnahmen der einzelnen Objekte erfolgen zeitlich gestaffelt vom Frühjahr 2019 bis zum Jahr 2023. Alle Maßnahmen liegen im vereinbarten Kosten -und Terminplan.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen den aktuellen Baufortschritt.