Weltweit effizientestes Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk Lausward

Die Stadtwerke Düsseldorf errichten zur Zeit am bereits bestehenden Kraftwerksstandort Lausward im Düsseldorfer Hafen ein Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 595 Megawatt. Das ist Weltrekord für einen einzigen GuD-Block. Der Netto-Wirkungsgrad wird mehr als 61 Prozent betragen. Auch dies ist ein Weltrekord. Eine dritte Weltbestmarke wird mit der Fernwärmeauskoppelung erzielt: Nie zuvor ist es gelungen, 300 Megawatt (thermisch) aus einem einzigen Gasturbinen-Kraftwerksblock im GuD-Betrieb auszukoppeln. Der Gesamtnutzungsgrad des Brennstoffs Erdgas steigt auf 85 Prozent. Der Auftrag hat ein Volumen von annähernd einer halben Milliarde Euro.

Siemens Energy hat den Auftrag zur schlüsselfertigen Errichtung dieses Gas- und Dampfturbinenkraftwerks. Zurzeit wird das Baufeld durch Abbrucharbeiten, Erstellung von Fundamenten und Verlegung von diversen Rohrleitungen vorbereitet. Mit Planung, Bau- und Oberbauleitung zur Schaffung dieser sogenannten 0-Ebene ist eine Arbeitsgemeinschaft von STEAG Energie Services und EnBW beauftragt. Ebenfalls ist diese Arbeitsgemeinschaft mit Bau- und Oberbauleitung der Gesamtmaßnahme befasst. Am 31.07.2013 wird das Baufeld an die Firma Siemens übergeben.

Interessierte können den Bau des Kraftwerks in HD-Qualität verfolgen, ein Mal pro Stunde erzeugt ein hochauflösendes Kamerasystem ein Panoramabild vom Baufeld mit dem darüber hinausgehenden Blick auf den Düsseldorfer Medienhafen.

www.swd-ag.de/weltmeisterkraftwerk/webcam.

Seit dem 18.03.2013 sind wir als Unterstützung der örtlichen Bauüberwachung tätig. Unser Aufgabenbereich hier ist im Wesentlichen:
• örtliche Bauüberwachung der Kreuzung einer Kühlwasserleitung DN 2800 und zweier Fernwärmeleitungen DN 900 mit der vorhandenen Kraftwerksstraße in offener Bauweise.
• Überwachung des Bodenmanagements für die Baufeldvorbereitung
• Überwachung und Berichtswesen für Grundwasserentnahme und -einleitung
• Unterstützung bei der Verfolgung der Einhaltung aller Nebenbestimmungen der einzelnen Teilbaugenehmigungen.
• Unterstützung der örtlichen Bauüberwachung für die Baufeldvorbereitung.

Bild 1 und 2:
Kreuzung Kraftwerksstraße mit Kühlwasserleitung DN 2800 und zwei Fernwärmeleitungen DN 900. An einer auf vier 20 m langen Bohrpfählen gelagerten Stahlkonstruktion sind zwei Gasleitungen DN 500 und DN 600 sowie die provisorische Koppelung der Mischentwässerung der Kraftwerksstraße aufgehängt.

Bild 3 und 4: Baufeldvorbereitung
Auf einer vorhandenen Bodenplatte wurde auf ca. 300 zusätzlichen Bohrpfählen eine 100 cm starke Lastverteilungsplatte aufbetoniert und bis zur „0-Ebene“ mit Erdreich überschüttet.

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