Mehr Wasser für Klärwerk Waßmannsdorf

Die Berliner Wasserbetriebe beabsichtigen das Klärwerk Waßmannsdorf (zukünftig 2,1 Mio. E) in zwei Ausbaustufen für eine erhöhte Klärwerkszulaufmenge und verschärfte Anforderungen zu ertüchtigen.

In der ersten Ausbaustufe ist die Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe um zwei zusätzliche Linien sowie der Neubau einer Prozesswasserbehandlung und eines Mischwasserspeichers vorgesehen. Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Schlammbehandlung verfahrenstechnisch umgestellt und teilweise baulich erweitert.

Eine der biologischen Reinigungsstufe nachgeschaltete Filteranlage wird als zweite Ausbaustufe nachfolgend für den Gesamtzulauf des Klärwerkes errichtet. Bild 1 zeigt das bestehende Klärwerk mit den weiß dargestellten geplanten Bauwerken.

Mit der planerischen Umsetzung von der Vorplanung bis zur Vergabe der Bauleistungen wurde die Arbeitsgemeinschaft HyTS beauftragt. Die ARGE HyTS bestehend aus den Ingenieurgesellschaften Hyder Consulting GmbH Deutschland, TUTTAHS & MEYER Ingenieurgesellschaft mbH und Regierungsbaumeister Schlegel GmbH & Co. KG wird hierbei durch HOLINGER AG und John Becker Ingenieure unterstützt.

Die Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung wurde fristgerecht bearbeitet, die Genehmigungsanträge wurden den zuständigen Behörden Anfang 2016 vorgelegt.

Zur Verfahrensstufe der Mischwasserspeicherung gehören ein Abschlagsbauwerk, eine Vortriebsmaßnahme mit zwei DN 1000 Kanälen, ein Maschinenhaus, das eigentliche Speicherbecken sowie eine komplexe Abluftbehandlungsanlage. Insgesamt umfassen die genannten Bauwerke rund 71.000 m³ umbauten Raumes, die in Bild 2 dargestellt sind.

Die Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe umfasst den Neubau von 2 Belebungs- und 4 Nachklärbecken. Für die technische Ausrüstung wird ein Maschinenhaus und ein Schalthaus mit Gebläsestation errichtet. Die Baumaßnahmen der biologischen Reinigungsstufe umfassen ca. 125.000 m³ umbauten Raums und sind in Bild 3 dargestellt.

Die Prozesswasserbehandlung beinhaltet die erforderlichen Pumpstationen, Stapel- und Ausgleichsbecken sowie 4 Bioreaktoren zur Ammoniumoxidation. Der gesamte Gebäudekomplex (Bild 4) umfasst rund 28.000 m³ umbauten Raum.

Die Schlammbehandlung (Bild 5) wird verfahrenstechnisch erweitert. Neben der Umstellung auf eine zweistufige Faulung werden umfangreiche Maßnahmen zur Faulgasaufbereitung, Speicherung und energetischen Nutzung realisiert.